#40 KI-Forschung in der Epileptologie
Kann KI den klinischen Alltag in der Epileptologie erleichtern? Darüber sprechen wir mit Dr. Stefanie Liebe, die als Clinical Scientist in der Epileptologie am Universitätsklinikum Tübingen tätig ist und die Forschungsgruppe Cognitive, clinical and computational neuroscience research (C³N) leitet.
Wenn die Informationsverarbeitung und Kommunikation der Neuronen im Gehirn aus dem Gleichgewicht geraten, kann es zu einem epileptischen Anfall kommen. Die Diagnose dabei ist komplex: Ärztinnen und Ärzte müssen unterscheiden, ob es sich um einen epileptischen oder psychogenen Anfall handelt, und einschätzen, welche Hirnregionen betroffen sind.
In dieser Folge von Dr. med KI erklärt Dr. Stefanie Liebe, wie KI die Differentialdiagnose in der Epilepsie unterstützen könnte. Mit ihrer Arbeitsgruppe forscht sie daran, verschiedene Datenmo-dalitäten wie EEG und Textbeschreibungen von Anfällen mithilfe von KI zu verknüpfen und eine Einschätzung zu geben welche Art der Epilepsie vorliegen könnte. Da nicht immer klar ist, wann ein Anfall auftritt, werden in der Klinik häufig stundenlange EEG-Aufzeichnungen eines Patien-ten gesammelt. Auch hier könnten KI-Anwendungen die Ärztinnen und Ärzte entlasten, indem relevante Abschnitte vorgeschlagen werden.
Themen • Epilepsie • KI-gestützte Diagnostik in der Epileptologie • KI-gestützte Hervorsage von epileptischen Anfällen
Links • https://liebelab.github.io/
Kommentare
Neuer Kommentar