#38 KI in der Psychotherapie
Prof. Georgia Koppe forscht an der Universität Heidelberg an verhaltensbezogenen und neuronalen Zeitreihen. In dieser Folge von Dr. med KI sprechen wir darüber, wie ein besseres Verständnis dieser Zeitreihen erlauben könnte, personalisierte Psychotherapien oder neuronale Stimulationsparadigmen auszuwählen. Dabei lernen wir zwei Forschungsprojekte von Prof. Georgia Koppe kennen:
Bei Jugendlichen mit Neigung zu negativen Gefühlen führte Prof. Georgia Koppe zusammen mit Kollaborationspartnern eine verhaltensbezogen Datenerhebung mittels EMA (Ecological Momentary Assessment) durch. Über mehrere Wochen gaben die Jugendliche täglich per Smartphone Auskunft über ihr Wohlbefinden. Auf Basis dieser Daten wurden ihnen zu bestimmten Zeitpunkten personalisierte Therapieangebote gemacht, die KI-gestützt ausgewählt wurden. In der Folge sprechen wir darüber, wie gut diese personalisierten Interventionen angenommen wurden und welche Rolle partizipative Begleitforschung dabei spielte.
Ein weiterer Schwerpunkt der Forschung von Prof. Georgia Koppe liegt auf neuronale Zeitreihen wie fMRT- und EEG-Daten, die Einblicke in die Gehirnaktivität geben. Prof. Georgia Koppe geht hier der Frage nach, wie sich solche Information nutzen lassen, Gehirnaktivität zu modellieren. Langfristiges Ziel ist es, neuromodulatorische Eingriffe, etwa Stimulationsparadigmen, zu personalisieren und so therapeutisch nutzbar zu machen.
Themen
- Personalisierte Psychotherapie
- Dynamische Modellierung und Zeitreihenanalyse
- Ecological Momentary Assessment (EMA)-Daten
- Partizipative Begleitforschung
- Simulation von Gehirnaktivität und deren therapeutische Nutzen
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